Das 1 x 1 des Führens: Chefs brauchen Unterstützung

Der virtuelle Kandidat

Vorgesetzte delegieren Arbeit. Doch wer ist der Richtige für einen Job? Und welche Aufgaben darf man abgeben?
Von Andrea Pawlik. Erschienen am 08.05.09 im Hamburger Abendblatt.

"Delegieren ist die zentrale Aufgabe einer Führungskraft", sagt Christiane Beschorner, Trainerin und Beraterin beim Lucas Consulting Team. "Schließlich sind die Ziele ihres Bereichs so formuliert, dass die Führungskraft sie gar nicht alleine erreichen kann." Wem es schwerfällt zu delegieren, der hat also ein Problem. Und das ist nicht nur der Stress, der ihm daraus erwächst, zu viel selbst erledigen zu müssen. Doch wie kommt es dazu, dass Schwierigkeiten entstehen? Fehlen die richtigen Mitarbeiter im Team? Hat man Angst vor Machtverlust, wenn andere die Lorbeeren einheimsen?

Dem Grund dafür sollte man so schnell wie möglich auf den Grund gehen - und ihn abstellen. "Manchmal liegt es einfach auch daran, dass sich eine Führungskraft nicht genügend Zeit für die Vorbereitung des Delegierens nimmt", weiß Trainerin Beschorner. "Denn auch das Delegieren selbst ist Arbeit." Warum? Weil man nur an den für die jeweilige Aufgabe richtigen Mitarbeiter delegieren sollte - und dafür muss man über die Qualitäten jedes einzelnen Teammitglieds Bescheid wissen. Dann fördert man sein Team sogar durch die Delegation. "Wenn ich mit der Aufgabe das Kompetenzprofil des Mitarbeiters treffe, dann ist das gleichzeitig eine hervorragende Motivation und Entwicklungsmöglichkeit für ihn", sagt Christiane Beschorner.

Den ungekürzten Artikel finden Sie unter
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article1006578/Chefs-brauchen-Unterstuetzung.html