Als Change Agent den Wandel begleiten

Jutta Papenbroock im Training

Als Change Agent den Wandel begleiten

Herzlich Willkommen im Jahr 2018! 

Unabhängig davon was dieses Jahr für uns bereit hält, werden wir - als positive oder negative empfundene - Veränderungen erleben. Und wir werden uns diesen Veränderungen anpassen. Sofern die Veränderungen selbst gewählt und initiiert sind, bleiben wir selbst bei Rückschlägen und Stagnation beharrlich und zuversichtlich am Ball. Wenn uns die Veränderung von Außen „aufgezwungen“ wird, dann fällt uns die Anpassung schwerer oder ruft sogar Widerstand hervor.

Im Arbeitsleben erwarten Initiatoren von Veränderungen, dass wir uns immer schneller an die Veränderungen anpassen, unabhängig ob wir diese Veränderung persönlich befürworten oder nicht. Unterstützend für die Anpassung der Beteiligten an die Veränderung ist es, wenn der Wandel professionell, z.B. durch interne Change Manager begleitet wird und dieser neben Kenntnissen im Projektmanagement auch Handwerkszeug für die Begleitung von komplexen Change Initiativen besitzt. Die prozessualen, sachlichen und zeitlichen Aspekte müssen im Fahrplan der Veränderung berücksichtigt werden. Und der externe Change Agent ist gefordert, trotz des Erfolgs- und Zeitdrucks, auch die psychologischen Faktoren zu beachten.

Die (Change) Multiplikatoren im Unternehmen brauchen Mut, Wissen, Umsetzungsstärke und die Fähigkeit zu motivieren. In Change Initiativen geht es darum, diese intelligent zu planen und den daraus folgenden Veränderungsprozess kontinuierlich zu steuern, d.h. die Beteiligten dazu zu motivieren sich stetig mit Veränderungen auseinander zu setzen und sich neu auszurichten.

 

DER CHANGE MANAGER

Change Manager suchen nach Werkzeugen, um bei den Beteiligten Energie für Handlung und Zuversicht zu wecken, so dass die anspruchsvollen Ziele erreicht werden können. Initiatoren von Change als auch Betroffene von Change brauchen zu Beginn der Veränderung den Raum, um das Problembewusstsein für die anstehenden Veränderungsprozesse zu erfassen. Um die Vision der Initiatoren des Wandels zu verstehen und zu erspüren, so dass Sie auf dieser Grundlage mit ihren eigenen Ideen und auch Ängsten in diesen Prozess involviert werden. So kann Energie für Veränderung entstehen und die Beteiligten während des Changeprozesses auch unter turbulenten Bedingungen tragen. 

DAS TOOL

Tool Herzen

Ein Tool, um in einem Veränderungsprojekt die Teilnehmer abzuholen und Energie für Veränderungen zu wecken, ist die Übung: "Kleine Herzen - große Herzen". Mit diesem Tool wird verdeutlicht, wie die persönliche Einschätzung der Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit aussieht.

Diese Übung kann ab zwei Teilnehmern durchgeführt werden. Sie dauert zwischen 20-60 Minuten, je nach Auswertungstiefe und Teilnehmergröße.

Sie brauchen hierfür drei unterschiedlich große Herzen. Die Menge hängt von Ihrer Teilnehmeranzahl ab. Jeder Teilnehmer sollte eine Größe ziehen können. Diese Herzen finden Sie in Handarbeitsläden oder im Baumarkt und füllen Sie in ein Kiste.

Bitten Sie nun Ihre Teilnehmer, sich zu überlegen, wie sie sich selbst in Bezug zu der anstehenden Veränderung einschätzen. Auf Basis der eigenen Einschätzung wird entweder kein, ein kleines, ein mittleres oder ein großes Herz aus dem Kästchen gezogen.

 

► Kein Veränderungsherz: Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit für die anstehende Veränderung.

► Kleines Veränderungsherz: Ich weiß gerne woran ich bin und schätze mein gewohntes Umfeld und meine Aufgaben. Wenn meine Neugierde geweckt wird und ich Unterstützung bekomme, bin ich bereit etwas Neues auszuprobieren.

► Mittleres Herz: Ich bin gespannt auf die anstehenden Veränderungen und mache auch gerne mit. Wenn ich jedoch den Überblick verliere und den Sinn nicht mehr erkenne, dann verliere ich meine Motivation und werde skeptisch.

► Großes Herz: Mir können Veränderungen nicht schnell genug gehen. Ich brauche permanente Abwechslung. Ich will den Veränderungsprozess aktiv mit gestalten.

Zählen Sie die Anzahl der unterschiedlichen, von den Teilnehmern ausgewählten Herzen aus und visualisieren Sie die Verteilung auf dem Flipchart.

 

DIE AUSWERTUNG

Bitten Sie die Teilnehmer mit gleichen Herzen ihre Beweggründe für Ihre Auswahl zu diskutieren. Danach lassen die Gruppen im Plenum ihre Gruppenergebnisse präsentieren.
Im zweiten Schritt laden Sie die Teilnehmer ein, in der gleichen Gruppe die Frage zu diskutieren: Welchen besonderen Beitrag können die unterschiedlichen Herzen für das Veränderungsprojekt leisten?
Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. Mit diesem Prozess holen Sie die Menschen „dort ab“, wo sie in dem Moment mit ihren Veränderungsschritten sind. Sie können so besser emotionale und klare Botschaften an die relevanten Zielgruppen kommunizieren und für die Veränderung gewinnen.

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