Das LUCAS LAB fand am 17. Juli 2024 statt.
Unternehmerisch Denken und Handeln –
Der Intrapreneur-Ansatz
Eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu arbeiten ist heute nicht mehr nur ein Privileg von Selbstständigen. Auch von Angestellten, insbesondere als Führungskraft, wird erwartet, Verantwortung zu übernehmen und Probleme kompetent wie kreativ zu lösen.
Der lösungsorientierte Intrapreneur-Ansatz ermöglicht es, über den Tellerrand des eigenen Arbeitsplatzes zu blicken, sich in das Selbstverständnis eines Unternehmers hineinzuversetzen, um dadurch mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen.
Die Erhöhung der Identifikation, Motivation und mehr Freiraum für Kreativität sind zentrale Aspekte, die unternehmerisches Denken und Handeln mit sich bringen können.
In diesem Online-Impulsvortrag geht es LUCAS Trainer, Berater und Experte Alexander Hoffmann-Kuhnt darum, die die Entscheidungs- und Gestaltungskompetenz zu schärfen und so die Lösungsorientierung und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die tägliche Praxis – als Führungskraft oder Personaler*in – in den Fokus zu stellen.
Eine Übersicht vergangener LABs
und geplanter Veranstaltungen finden Sie hier >>
Der Intrapreneur-Ansatz –
Das LUCAS LAB in der Zusammenfassung
1. Intrapreneurship – ein Überblick
Ziel
Intrapreneurship verfolgt ein klares Ziel: Innovation und Kreativität aus dem Inneren der Organisation heraus zu fördern. Mitarbeitende sollen nicht nur Prozesse ausführen, sondern Ideen entwickeln, Chancen erkennen und Verantwortung übernehmen – wie Unternehmer im Unternehmen. So entsteht eine Kultur, die Neues ermöglicht statt verhindert. Unternehmen steigern dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit, weil Innovation nicht dem Zufall überlassen wird, sondern systematisch gefördert wird.
Nutzen
Der Intrapreneur-Ansatz wirkt auf mehreren Ebenen:
- Mehr Innovation: Ideen entstehen dort, wo das operative Wissen sitzt – bei den Mitarbeitenden.
- Schnellere Anpassungsfähigkeit: Unternehmen reagieren flexibler auf Marktveränderungen, weil Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume erweitert werden.
- Höhere Mitarbeiterzufriedenheit: Wer gestalten darf, identifiziert sich stärker mit dem Unternehmen. Verantwortung fördert Motivation und Bindung.
Intrapreneurship stärkt somit nicht nur die Innovationskraft, sondern auch die Unternehmenskultur.
Hindernisse
Trotz der Vorteile stehen viele Organisationen vor typischen Herausforderungen:
- Risikoaversion: Fehlervermeidung wird höher bewertet als Experimentierfreude.
- Starre Strukturen: Hierarchien und Prozesse lassen wenig Raum für Eigeninitiative.
- Mangelnde Unterstützung: Ohne Rückhalt durch Führungskräfte bleiben Ideen folgenlos.
- Starke operative Orientierung: Das Tagesgeschäft verdrängt strategische Innovationsarbeit.Wer
Intrapreneurship ernsthaft etablieren möchte, muss daher nicht nur Methoden einführen, sondern Rahmenbedingungen und Denkweisen verändern.
2. Schlüsselkompetenzen von Intrapreneur*Innen
Unternehmerisches Denken im Unternehmen ist keine Positionsbeschreibung – es ist eine Haltung. Intrapreneur*innen zeichnen sich durch bestimmte Kompetenzen aus, die Innovation überhaupt erst möglich machen.
Innovation
Intrapreneur*innen erkennen Chancen, bevor sie offensichtlich werden. Sie hinterfragen Bestehendes, denken Lösungen neu und bringen frische Perspektiven in eingefahrene Strukturen. Innovation entsteht dabei nicht zufällig, sondern durch aktives Gestalten.
Selbstbewusstsein & Risikobereitschaft
Wer Neues vorantreibt, muss bereit sein, Unsicherheit auszuhalten. Intrapreneur*innen vertreten ihre Ideen überzeugend, übernehmen Verantwortung und akzeptieren, dass nicht jede Initiative sofort erfolgreich ist. Mut und Entscheidungsstärke gehören deshalb zu ihren zentralen Eigenschaften.
Eigeninitiative & Durchhaltefähigkeit
Gute Ideen allein reichen nicht – sie müssen umgesetzt werden. Intrapreneur*innen warten nicht auf Anweisungen, sondern handeln proaktiv. Gleichzeitig bringen sie die nötige Ausdauer mit, um Projekte auch gegen Widerstände oder Rückschläge weiterzuführen.
Netzwerkkompetenz
Innovation ist Teamsport. Intrapreneurinnen bauen aktiv Beziehungen auf, verbinden unterschiedliche Bereiche miteinander und mobilisieren Unterstützerinnen. Sie verstehen, dass tragfähige Netzwerke entscheidend sind, um Ideen in Organisationen zu verankern.
Problemlösungskompetenz
Komplexe Herausforderungen erfordern strukturiertes Denken und kreative Lösungsansätze. Intrapreneur*innen analysieren Situationen ganzheitlich, treffen fundierte Entscheidungen und behalten auch in dynamischen Umfeldern den Überblick.
3. Maßnahmen zur Förderung von Intrapreneurship
Alexander Hoffmann-Kuhnt spricht im Vortrag über geeignete Maßnahmen, zur Förderung von Intrapreneurship. Er thematisiert außerdem, in welchem Zusammenspiel Unternehmenskultur zu Intrapreneurship steht und welche Faktoren förderlich wirken.
In einer interaktiven Umfrage ermitteln die Teilnehmenden, wie ihre Erfahrungen mit Transformation im eigenen Unternehmen sind und wie erfolgreich diese waren. Im Anschluss wird gemeinsam darüber gesprochen, wie die eigenen Mitarbeitenden aktiviert werden können. Das Auditorium tauscht sich darüber aus, was die größten Probleme bei Transformation ihrer eigenen Erfahrung nach sind.
Zum Abschluss des LUCAS LABs beantwortet Alexander Hoffman-Kuhnt Fragen.
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Kommen Sie zum LUCAS LAB am 14. April 2026
von 12:30-13:15 mit LUCAS Expertin und Trainerin Larissa Hummel
Psychologische Sicherheit entsteht nicht durch Harmonie, sondern durch Klarheit, Verlässlichkeit und den Mut zur offenen Auseinandersetzung. In diesem kompakten Online-Lab reflektieren Führungskräfte, wo ihr Team steht, welche Muster Sicherheit fördern oder blockieren – und was konkret hilft, auch bei Reibung arbeitsfähig zu bleiben.
Im Fokus stehen Praxis, Haltung und direkt umsetzbare Impulse für den Führungsalltag.





